Mercedes Report

Transporter mit Tiefgang: Der Sprinter 4×4 als mobile Messstation

 

Im Mercedes-Benz Sprinter 311 von Geologe Walter Beck befindet sich das komplette Equipment, um die Qualität von Brunnen zu untersuchen – in bis zu 600 Meter Tiefe.

Messeinsatz: Irgendwo im Nirgendwo mit dem Mercedes-Benz Sprinter 311

Walter Becks Sprinter pflügt sich souverän durch den Morast bis zu einer kleinen Lichtung. Dort, mitten im Wald auf dem Gemeindegebiet des Marktes Abtswind bei Würzburg, befindet sich ein 78 Meter tiefes Loch. Dabei handelt es sich um einen Brunnen, den Beck im Auftrag der Kommune mit seinen Messgeräten genauer unter die Lupe nehmen soll. „Im Kosovo habe ich schon an Brunnen gearbeitet, die über 400 Meter tief waren“, erzählt der selbstständige Geologe stolz und steigt aus seinem weißen Sprinter 4×4 der ersten Generation.

„Wasser ist Leben“

Seine Firma Fontus Logging Service, die Walter Beck gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria betreibt, beschäftigt sich vor allem mit Trinkwasser. „Wasser ist Leben. Der Kunde will heutzutage gute Qualität in den Brunnen. Mit unseren Bohrungen und Untersuchungen gewährleisten wir dies und schützen dieses kostbare Lebensmittel“, erklärt er. Um eine optimale Wasserqualität sicherzustellen, misst Beck zahlreiche Faktoren wie Gammastrahlung, elektrischen Widerstand oder die Leitfähigkeit des Materials, das den Brunnen umgibt. Das Equipment dazu findet Platz in seinemMercedes-Benz Sprinter.

 

Autobahn, Waldweg, Schlammpiste – kein Problem für den Sprinter 311

Um auch die unzugänglichsten Orte zu erreichen, ist Becks Sprinter höhergelegt. „Eine optimale Bodenfreiheit ist für mich ein Muss. Abgesehen davon ist das Fahrzeug aber im Originalzustand – mit Allradantrieb selbstverständlich.“ Neue Brunnen entstehen oft mitten im Gelände. „Mein Arbeitsweg führt an manchen Tagen innerhalb weniger Stunden durch Schlammwege, Wiesen und über Autobahnen. Mein Wagen bietet mir auf jedem Terrain Sicherheit und Unterstützung.“ Da komme der Sprinter mit allem, was er kann, zum Einsatz, schwärmt Beck. Und wenn er doch mal stecken bleibe, habe er immer eine Machete mit an Bord, um etwas Holz zu schlagen und unter die Räder zu schieben. „In so einer Situation sollte man Ruhe bewahren. Und besser nicht zu viel riskieren“, empfiehlt er.


Die Zentrale immer dabei

Das Kernstück seines Fahrzeugs ist die sogenannte Bohrlochwinde. „Ich habe vier verschiedene Typen. Die Hauptwinde ist mit 600 Meter Messkabel bestückt. Über diese Winde hängen wir die Sonden ins Bohrloch.“ Ausgestattet ist das Fahrzeug auch mit einer mobilen Datenverarbeitungszentrale – sprich PCs, Messgeräten und Drucker, damit die Ergebnisse gleich vor Ort mit den Ingenieuren besprochen werden können. Für den benötigten Strom sorgen im Notfall Generatoren. „In der Regel gibt es bei den Brunnen aber tatsächlich eine Steckdose“, erklärt Beck und lacht.

Auf zur nächsten Quelle

Walter Becks Expertise am Trinkwasserbrunnen im Wald von Markt Abtswind hat gezeigt, dass die von ihm veranlasste Reinigung erfolgreich war. Zufrieden zieht Beck weiter zum nächsten Brunnen – er und sein Sprinter sind gefragt, wenn es um klares, hochwertiges Wasser geht: „Es stehen ein paar interessante Projekte auf dem Nürnberg Airport, auf der US-Militärbasis Rammstein und bei einem bekannten Mineralwasserproduzenten in Nordbayern auf dem Programm.“

 

Fotos: Kai Knoerzer